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St. Johannes der Täufer Winsen (Aller)

Ein schöner Ausflug

Wed, 19 Sep 2018 19:22:36 +0000 von Christoph Ricker

Wundervolles spätsommerliches Wetter, ein voller Bus mit 53 erwartungsfroh gestimmten Menschen, und ein abwechslungsreiches Tagesprogramm - das sind die Zutaten, die einen gelungenen Ausflug nach Hannover ausmachen.

Der langjährige Winsener Pastor Matthias Riemann empfing uns in der Marktkirche im Bödekersaal und berichtete von seiner neuen Arbeit als Projektreferent des Stadtsuperintendenten. Dann stellte er den Entwurf für ein neues Kirchenfenster des Düsseldorfer Künstlers Markus Lüpertz vor - von Altkanzler Schröder gestiftet.

Anschließend wurde die Gruppe in der Kreuzkirche von Kirchenpädagogin Marion Wrede und empfangen. Gemeinsam mit der ehemaligen Kirchenvorsteherin Frau Steinhart wurde eine mittelalterliche Kirche gezeigt, die bis auf das gegossene Taufbecken nach der Bombardierung im 2. Weltkrieg keinen einzigen historischen Ausstattungsgegenstand mehr besaß. Alles, was heute zu besichtigen und zu bewundern ist, kam nach dem Krieg aus anderen Kirchen oder Klöstern, nicht nur aus Hannover, zusammen.

Beeindruckend sind der Cranach-Altar und der älteste Grabstein Hannovers (von 1321) mit dem Konterfei eines jungen Mannes im lockigen Haar.

Der einen Kilometer lange Fußweg zum MIttagessen brachte so machen der betagten Teilnehmerinnen und Teilnehmer an ihre körperlichen Grenzen. Aber weder die Anstrengung noch das Aufeinander-Warten tat der guten Laune irgendeinen Abbruch.

Im neuen Rathaus ließ sich an den unterschiedlichen historischen Modellen die Geschichte Hannovers durch zwei Stadtführer plastisch erzählen. Mit dem einzigartigen Bogenaufzug fuhren die meisten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Kuppel des neuen Rathauses, um vom höchsten Punkt in alle vier Himmelsrichtungen auf das heutige, reale Hannover - nicht bloß das Modell - zu schauen.

Die Bootsfahrt auf dem Maschsee mit Kaffeetafel musste leider wegen Niedrigwassers ausfallen. Ersatzweise kehrten wir auf dem Rückweg im Restaurant Springhorstsee ein. Die Größe der Tortenstücke und die schöne Lage am Seeufer rundeten einen abwechslungsreichen und interessanten Ausflug genussvoll ab.

Pünktlich und wohlbehalten kam die Reisegesellschaft um 18 Uhr wieder in Winsen an.